Action-Movie-Camp

Action – Movie – Camp

 
Das Thema „mediale Gewalt“ sowie der Umgang mit dieser gerät zunehmend in den Blick der öffentlichen Wahrnehmung
und ist zu einem festen Bestandteil der heutigen Gewaltprävention geworden. Dabei geht es nicht darum Verbote auszusprechen
und Kinder / Jugendliche von Medien fern zu halten (außer im Sinne des Jugendschutzgesetztes) , sondern sie auf ihrem Weg
durch diese mediale Welt zu begleiten. Oft fehlt ein kritischer Umgang sowie eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Gesehenen.
 
Das Projekt „Action – Movie – Camp“ verfolgt das Ziel der kreativen Außeinandersetzung mit diesem Thema.
 
 
 

Konzept

Dieses Projekt beschäftigt sich in erster Linie mit dem Thema Actionfilm und dem Umgang mit medialer Gewalt,
hintergründig geht es zudem um die Förderung der Gruppenfindung und des Sozialverhaltens der beteiligten Kinder.
 
Beispielhafte Projektstruktur:  
– 1. Tag => Thematische Auseinandersetzung
– 2. Tag => Geschichte entwickeln – Gruppenarbeit
– 3. Tag => Stunts erlernen u. Sicherheitsregeln
– 4. Tag => Stunts erweitern u. Gelerntes anwenden
– 5. Tag => Abseilen u. Vertrauen stärken (Optional je nach Gegebenheit)
– 6. Tag => Kämpfen u. aufeinander achtgeben
– 7. Tag => Kämpfen u. Abläufe festlegen
– 8. Tag => Film drehen – als Gruppe etwas gestalten
– 9. Tag => Film drehen – als Gruppe etwas gestalten
– 10. Tag => Film drehen – als Gruppe etwas gestalten
– 11. Tag => Film drehen – als Gruppe etwas gestalten
– 12. Tag => Film drehen – als Gruppe etwas gestalten
– 13. Tag => Reflexion des Arbeitsprozesses
– 14. Tag => Filmpremiere
 
Die einzelnen Einheiten bauen stark aufeinander auf. Am ersten Tag setzen wir uns mit den Themen „Aktionfilm“ und „mediale Gewalt“ auseinander. Hier können die Kinder und Jugendlichen von ihren Erfahrungen berichten. Auf Karteikarten werden Erfahrungen, Wünsche und Ideen festgehalten. Diese Ideen und Wünsche werden am zweiten Tag aufgegriffen und zu einer Geschichte verwoben.  In den folgenden beiden Einheiten werden die ersten Stunts (Trockenübung) eingeübt und Sicherheitsregeln festgelegt. Es folgt das Abseilen, eine wichtige Komponente in Actionfilmen, bei der vor allem das Vertrauen der Kinder und das Verantwortungsbewusstsein geschult werden (nur wenn dies die örtlichen Gegebenheiten zulassen). Beim Kämpfen greifen wir auf erlernte Stunts zurück, des Weiteren erlernen die Kinder, wie man kämpft, ohne sich zu verletzen. Dies wird am folgenden Tag erneut aufgegriffen und in die Filmgeschichte mit eingeflochten.  Infolge dessen beginnen wir mit den Dreharbeiten, bei denen sich  jedes Kind einbringen und beteiligen kann. Es folgt eine Reflexion des Arbeitsprozesses, bei der alle Beteiligten von ihren Erfahrungen sowie Empfindungen berichten können. Das Thema „mediale Gewalt“ wird erneut aufgegriffen und mit der neuen Situation abgeglichen.  Das Projekt endet mit der Filmvorführung bzw. Premiere.
 
Dies ist ein exemplarischer Ablauf, welcher an Ihre Bedürfnisse angepasst werden kann (z.B. einwöchiges Intensivprojekt á 5,5 Stunden am Tag).

 

Ziele

Gesamtziele

1. Unterschied zwischen realer und medialer Gewalt erkennen und bennen.
2. Die Kinder sollen in ihrem Umgang miteinander gefördert werden.

 

Sozialkompetenz

– Das Miteinander innerhalb der Gruppe soll gestärkt werden.
(Durch die für das Projekt erforderliche Teamarbeit soll die Gruppe zusammen wachsen. Die Beteiligten werden in diesem Projekt einen kreativen Prozess gestalten
und ein gemeinsames Ziel verfolgen. Hierbei spielen vor allem Kommunikation und Interaktion eine wichtige Rolle. Am Ende steht ein Ergebnis, welches sie gemeinsam kreiert haben.)
 
– Lernen, Verantwortung für das Projekt zu übernehmen
(Zu Beginn des Projekts wird den Beteiligten erklärt, dass sie für den Erfolg des Projekts verantwortlich sind. Dies ist wichtig, da sie lernen müssen, miteinander zu arbeiten.
Die Gruppe hat die Verantwortung und wenn sich diese nicht für ihr Projekt einsetzt, wird es nicht gelingen. Sie kämpfen  für ein gemeinsames Ziel.)

 

Ich- Kompetenz

– Das Selbstbewusstsein der Zielgruppe soll gestärkt werden.
(Die Kinder und Jugendlichen haben die Möglichkeit sich in einer Gruppe einzufinden, sich zu messen, die eigenen Stärken und Schwächen kennenzulernen
und vor einer Kamera zu spielen. Dies alles stärkt ganz besonders das Selbstbewusstsein jedes einzelnen.)
 
– Die Eigenwahrnehmung soll gefördert werden.
(Die Beteiligten lernen ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten sowie Grenzen kennen und mit diesen umzugehen. Durch Angebote wie z.B. das Abseilen oder das
Ausführen von Stunts haben sie die Möglichkeit, sich intensiv wahrzunehmen. Bewusst werden wir hier Selbst- und Fremdwahrnehmung differenzieren.)

 

Sachkompetenz

– Lernen, wie ein Film entsteht.
(Im laufenden Prozess lernen sie viele filmhandwerkliche Komponenten kennen. Sie lernen, eine Kamera zu bedienen, Ton zu nehmen, 
Stunts zu vollführen, zu kämpfen und wie der Prozess des Filmschneidens von statten geht.)
 
– Lernen, zwischen Realität und Film zu unterscheiden
(Die Kinder und Jugendlichen werden nach und nach einen Actionfilm drehen. Dabei werden sie lernen, welche Tricks und Kniffe es gibt, um eine Szene real wirken zu lassen.
Im Nachhinein werden sie sich den Film ansehen und erkennen, wie echt dieser wirkt. Gleichzeitig haben sie gelernt, wie diese Szenen und Effekte entstanden sind und
sie können eine Verknüpfung zu richtigen Filmen herstellen.)
 
 
 

Gruppengröße und Alter

Die maximale Gruppengröße besteht aus  10 TeilnehmerInnen, da nur so ein differenziertes und intensives Arbeiten möglich ist.
Das Projekt ist für Kinder ab dem 10. Lebensjahr geeignet.
 
 
 

Preis

Der Preis für ein Filmprojekt beläuft sich auf 70 € pro Einheit á 2 Stunden (ergo 14 tägiges Projekt = 980 €).
Mit in den Preis einbegriffen sind Materialkosten, sowie Vor und nachbereitung der Einheiten.
Je nach Durchführungsort können Fahrt- sowie Unterbringungskosten anfallen.
 
 
 

Referenzen

2011 „RUN“ Stadtteilzentrum PLUTO Herne

2012 „The Secret Place“ James – Krüss Grundschule Herne

2013  „Think – Der Gedankenkampf“ Erich – Fried Gesamtschule Herne

2013 „Sleepover – Nachts hört dich niemand schreien…“ MCS – Gesamtschule Bochum

2013 „Remember“ MGH Circus Schnick – Schnack e.V. (Kulturrucksack)

 

RUN     The Secret Place     Think!     Sleepover     PlakatRememberHP